Glaubensentscheidungen der katholischen Kirche zu Maria, der Mutter des Herrn

Konzil von Ephesus 431:

Gottheit Jesu Christi - Maria Gottesgebärerin

Denz. 113 [252]: Wer nicht bekennt, daß der Emmanuel wahrer Gott und deshalb die heilige Jungfrau Gottesgebärerin, Theotokos, ist, der sei im Banne; denn sie hat dem Fleische nach geboren das fleischgewordene Gotteswort.

 

Laterankonzil 649:

Maria

Denz. 256 [503]: Wenn einer nicht gemäß den heiligen Vätern bekennt, daß im eigentlichen und wahren Sinne Maria die heilige Gottesgebärerin ist und immerwährende Jungfrau und unbefleckt und daß sie das Wort Gottes selbst, das vom Vater vor aller Zeit geboren ist, wahrhaft und wirklich in der Fülle der Zeit ohne irdische Zeugung vom Heiligen Geiste empfangen und ohne Verletzung ihrer Jungfräulichkeit geboren hat und daß auch nach der Geburt ihre Jungfräulichkeit unversehrt geblieben ist, der sei im Banne.

 

Pius IX. (1846-1878) 1854:

Unbefleckte Empfängnis Mariens

Denz. 1641 [2803]: Zu Ehren der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zur Zierde und zum Schmuck der jungfräulichen Gottesmutter, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zur Mehrung der christlichen Religion erklären, verkünden und definieren Wir in Vollmacht unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und kraft eigener Vollmacht: Die Lehre, welche besagt, daß die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch eine einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste des Menschenerlösers Jesus Christus von aller Makel der Erbschuld unbefleckt bewahrt geblieben ist, ist von Gott geoffenbart und darum von allen gläubigen fest und unerschütterlich zu glauben...

 

Pius XII. 1950:

Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel

Denz. 2333 [3903-3904]: Wir verkünden, erklären und definieren zu Ehren des allmächtigen Gottes, der sein ganz besonderes Wohlwollen der Jungfrau Maria geschenkt hat, zu Ehren seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde und Tod, zur Vermehrung des Ruhmes dieser erhabenen Mutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, in Kraft der Vollmacht unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und kraft Unserer eigenen Vollmacht:

Es ist ein von Gott geoffenbarter Glaubenssatz, daß die unbefleckt empfangene und stets jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden ist.

Wenn daher jemand, was Gott verhüten möge, sich mit Überlegung anmaßt, das, was von Uns definiert ist, zu leugnen oder in Zweifel zu ziehen, so soll er wissen, daß er vom göttlichen und katholischen Glauben ganz abgefallen ist.

 

    Aus: Prof. Dr. Rudolf Peil (Hrsg.), Die wichtigsten Glaubensentscheidungen und Glaubensbekenntnisse der katholischen Kirche, 3. durchgesehene und erweiterte Auflage, Jestetten 1974.

Imprimatur: Coloniae, die 10 maii 1974, Jr.-Nr. 75 746 I 74, + Hubert Luthe, vic. epis.

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